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P. Stefan Mandl schreibt:

Liebe Freunde in der Heimat!

Für Ostern habe ich es nicht geschafft, habe aber an Euch gedacht, für Euch gebetet und - hoffentlich - mit Euch gefeiert.

Ich wünsche Euch nun die Früchte von Ostern, und die Gaben des Hl.Geistes, betend, dass Er uns alle weiterhin erleuchte und stärke im Wirr-warr des Lebens in dieser Welt mit all den Zweifeln, Versuchungen, Verführungen und Schwächen.

Mit der ganzen Welt waren wir Zeugen des Ablebens unseres Heiligen Vaters, der uns ein Beispiel des Lebens aus der Fülle des Glaubens gegeben hat. Wenn zu seiner Heiligsprechung Wunder erfordert sind; eines hat er schon erbracht: Wochen vor seinem Tod, besonders aber in den letzten Tagen, hat man bei uns in S.A. in den Medien viel und anteilnehmend von ihm geredet. Dazu muss man wissen, dass die katholische Kirche seit ihren Anfängen in S.A. nicht sehr geschätzt war. Heftig warnte man, in dem calvinisch geprägten Milieu vor der „schwarzen Gefahr''. Und in den vergangenen Jahren war es das säkularisierte Milieu, das die katholische Kirche als hinterweltlich, gesellschaftsfeindlich und AIDS-fördernd hingestellt hat; wobei der Papst als unzeitlicher moralischer Diktator angeprangert worden ist. Tagelang redete man nun sehr sympathisch und anerkennend von ihm und von der katholischen Kirche, selbst Journalisten von anderen Denonimationen und Religionen. Auch im Parlament gab man eine Stunde dem Gedenken dieses großen Menschen unserer Zeit, in der alle politischen Vertreter ihre Sympathie und Anerkennung dem Kämpfer für Gerechtigkeit und Freiheit und für die Wurde des Menschen bezeugten. Am Begräbnistag schlössen viele der Schulen vorzeitig; wir waren verblüfft.

Beten wir, dass dieser positive Geist weiterhin unsere Kirche und ihre Leiter beseelt und durch sie auch die säkulare Welt.

Mein herzlicher Dank geht an alle, die mich zu Weihnachten und danach bedacht haben. Ich freue mich nach wie vor über alle Post, aber es tut mir auch nicht weh, wenn es weniger werden, besonders wenn ich denke wie schreibfaul ich geworden bin. Zu meiner Überraschung habe ich gehört, dass manche meine Weihnachtspost erst im Februar oder März bekommen haben, obwohl ich sie zwei Wochen vor Weihnachten aufgegeben habe. Scheint's wird die Post in der Übermittlung von Briefen nachlässig in der Zeit des Email. Nun fürchte ich, dass Euch auch dieser Brief später erreicht als ich selber.

Ja, bald ist es soweit: End Juni bis Mitte August werde ich in Euren Breiten sein. Ich werde nach Bremen fliegen, von dort Anfang Juli nach Süden ziehen, den Juli mehr oder weniger in der Stmk verbringen, vermutlich im August in den Westen reisen, und wenn es möglich ist am Wochenende kurz vor meinen Abflug (23 Aug.), unsere Teilnehmer am Welt-Jugendtreffen in Köln begrüßen.

 Bis dahin sage ich ein herzliches Wiedersehen

Stefan Mandl CMM

 Mt. Fletcher

Südafrika

 
 
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